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Wir möchten Sie in Zukunft über die Aktivitäten des Instituts für Kurdische Studien auf dem Laufenden halten.


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Einladung zum Pressegespräch

Brückenschlag zwischen den Kulturen: Deutsch-Kurdisches Wörterbuch wird in Berlin vorgestellt

Feryad Fazil Omar, Leiter des Institutes für Kurdische Studien in Berlin und Vorsitzender der deutschen Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), stellt am kommenden Dienstag in Berlin das 1.872 Seiten umfassende, erste deutsch-kurdische Wörterbuch vor. Dazu laden wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen herzlich ein am Dienstag, den 23. Februar 2016, um 11 Uhr im Palais am Festungsgraben, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin.

Einladung zur Buchpräsentation

Hier können Sie einen Artikel über die Buchpräsentation des deutsch-kurdischen Wörterbuches (Zentralkurdisch/Soranî) lesen.

Das Institut für Iranistik an der FU Berlin, das Institut für Kurdische Studien und die Gesellschaft für bedrohte Völker laden die interessierte Öffentlichkeit zur Buchpräsentation ein am Dienstag, den 23.2.2016, um 17 Uhr im Hörsaal 1 B im Henry-Ford-Bau der FU Berlin, Garystr. 35. Gern übersenden wir Ihnen auch einen redaktionellen Beitrag von Feryad Omar zur Situation im viergeteilten Kurdistan. Er ist erreichbar unter Tel. 0177 200 88 59.

Der Wissenschaftler und Menschrechtsaktivist steht auch für Fragen zur aktuellen Situation der Kurden und der dramatischen Entwicklung im Nahen Osten zur Verfügung. In Zeiten der vernichtenden Kämpfe in Nahost – in dessen Kreuzfeuer immer wieder die Kurden geraten – stellt Feryad Fazil Omar, Leiter des Institutes für Kurdische Studien in Berlin, sein Werk Deutsch-Kurdisches Wörterbuch vor. Es umfasst 1872 Seiten.

Nach einem Jahrzehnt akribischer wissenschaftlicher Arbeit ist dem Kurden ein großer Wurf gelungen. Mit diesem Standardwerk will Omar bewusst ein Zeichen setzen, dass die Kurden – trotz der katastrophalen existenziellen Bedrohung, in der sie sich befinden – den Kontakt zu anderen Sprachen und Kulturen suchen. Es ist nicht das erste Wörterbuch, das der renommierte Wissenschaftler vorlegt. Er erinnert sich noch gut an die dramatischen Tage, als er 1992 das damals „als Standardwerk“ gewürdigte erste kurdisch-deutsche Wörterbuch (Nordkurdisch) präsentierte. Nur wenige Tage zuvor waren drei hochrangige Kurdenpolitiker – Freunde von ihm, die sich auf Einladung des damaligen SPD-Vorsitzenden Björn Engholm in Berlin aufhielten – ermordet worden. 2005 erschien sein Kurdisch-Deutsches Wörterbuch (Zentralkurdisch).

Heute – 24 Jahre später – folgt ein weiterer Meilenstein der kurdischen Sprachwissenschaften: Rund 100.000 Stichworte, Ableitungen und Wendungen sind in dem ersten deutsch-kurdischen Wörterbuch zusammengetragen. Die wichtigsten Wörter werden nicht isoliert behandelt, sondern mit insgesamt rund 30.000 Beispielen, Sprichwörtern und Idiomen erläutert. Das wäre sicher Anlass für Nahostexperten, den Autor Feryad Omar zu feiern. Aber danach ist dem Leiter des Instituts für Kurdische Studien nicht wirklich zumute. „Ich bin natürlich froh und auch ein wenig stolz, dass nach jahrzehntelanger, intensiver Arbeit dieses Wörterbuch druckfrisch vorliegt. Doch gleichzeitig blicke ich traurig auf die aktuelle Situation der ca. 40 Millionen Sprecher des Kurdischen und die Entwicklung der vergangenen 30 Jahre zurück. Das Volk der Kurden kämpft noch immer einen verzweifelten Kampf um das eigene Überleben. Ich hoffe mit dem deutsch-kurdischen Wörterbuch ein Zeichen zu setzen, dass wir Kurden ein Kulturvolk sind, das trotz aller Angriffe an dem Recht auf freie Entfaltung in Frieden und Freiheit festhält “, betont Feryad Omar. Der Band Deutsch-Kurdisches Wörterbuch wurde vom Institut für Kurdische Studien in Berlin herausgegeben und ist ab sofort lieferbar. Er kostet 129 Euro.